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Sustainability Timeline (since 1970)

Anbei eine chronologische Übersicht vieler Aktivitäten, insbesondere aus dem Bereich der Musik- und Konzertwirtschaft mit Bezug zur Nachhaltigkeit, die mich z.T. persönlich motiviert haben, mich einzubringen (es ist gut möglich, dass Themen fehlen, freu mich über Nachricht, dann überprüfe ich das kurz und trag es nach):

1977 – Erste große Anti‑Apartheid‑Konzerte in UK und USA  

1979 – Benefizaktionen von Peter Gabriel, U2, Sting, Simple Minds und weiteren für Amnesty International

1984 – Band Aid („Do They Know It’s Christmas?“)  

1985 – Live Aid (London & Philadelphia)  
TV‑übertragenes Megakonzert gegen Hunger in Äthiopien; zeigt, wie globale Aufmerksamkeit, Sponsoring und Ticketverkauf für gesellschaftliche Anliegen gebündelt werden können

1986 – Amnesty „Conspiracy of Hope“-Tour (USA)  
Stadiontour mit Peter Gabriel, Sting, U2 u.a., die Menschenrechte als zentrales Storytelling‑Element in der internationalen Touring‑Industrie etabliert

1988 – Nelson Mandela 70th Birthday Tribute (Wembley)  
Anti‑Apartheid‑Konzert, live weltweit übertragen; Beispiel dafür, wie politische Botschaften und wirtschaftlich erfolgreiche Events zusammengehen.[2]

1988 – Start Tollwood Festival München  

1989 - Fall der Berliner Mauer

Kultur‑ und Umweltfestival, das von Beginn an ökologische Gastronomie, Umweltbildung und soziales Engagement auf dem Veranstaltungsgelände verankert

t.b.a. Sting und Rainforest Foundation  
Benefizkonzerte und Kampagnen für den Schutz des Amazonas und indigener Gemeinschaften; Umweltzerstörung wird Thema im Konzert‑Marketing.[4][2]

1992** – Umwelt‑ und Kulturprojekte im Umfeld von Rio/Agenda 21  

   Kommunale Agenda‑21‑Prozesse inspirieren Veranstaltungen und Festivals, lokale Umwelt- und Sozialthemen programmatisch einzubauen.[1]



10. **Mitte 1990er** – Anti‑Rassismus‑ und Anti‑Atom‑Festivals in Europa  

    Zahlreiche „Rock gegen Rechts“- und Anti‑Atom‑Events verbinden politische Botschaften mit großem Publikumszuspruch und Sponsoringstrukturen.[1]



11. **späte 1990er** – Green Globe im Tagungs‑ und Eventbereich  

    Hotels, Kongresszentren und erste Veranstalter im deutschsprachigen Raum beginnen, Green‑Globe‑Standards und Umweltmanagementsysteme einzuführen.[5]



12. **2000–2002** – Nachhaltigkeit in Event‑Fachliteratur und Studien  

    Umwelt- und Sozialwirkungen von Events werden in wissenschaftlichen Arbeiten und Branchenstudien systematischer behandelt; erste Leitlinien entstehen.[5][1]



13. **2004** – Beginn intensiverer Öko‑Programme bei Glastonbury  

    Großfestival reduziert Müll, stärkt Ökostrom und Kommunikation zu Umweltthemen und wird später Referenz für Festival‑Nachhaltigkeitskonzepte.[6]



2005 – Live 8 (G8‑Gipfel‑Begleitkonzerte)  

Erneute globale Charity‑Konzertreihe mit Fokus auf Armut und Schuldenerlass; Diskussion über Effektivität und „Eventisierung“ politischer Anliegen

2007 – Live Earth Konzerte  

Weltweite Konzertreihe zum Thema Klimawandel; erstmals steht der Begriff „Klimakrise“ programmatisch im Zentrum eines globalen Eventformats



16. **späte 2000er** – Etablierung Green Meetings im deutschsprachigen Raum  

    Kongress‑ und Tagungsbranche entwickelt „Green Meeting“-Konzepte, u.a. durch EVVC, GCB und Green‑Meeting‑Label.[5]



17. **2010** – Gründung/Profilierung Green Music Initiative  

    Initiative macht CO₂‑Bilanzierung von Konzerten und Festivals in Deutschland sichtbar und liefert Daten zu Mobilität, Strom, Catering.[7]



2010–2011 – Festivals wie Melt!, Hurricane, Fusion verstärken Umweltmaßnahmen  

    Einführung von Mehrweg‑Bechersystemen, Müllpfand, Ökostrom und Kommunikationskampagnen in der deutschen Festival‑Landschaft.[3][7]



19. **2011** – 1. „greenmeetings und events“-Konferenz (Mainz)  

    Branchenkonferenz von EVVC und GCB, die Nachhaltigkeit in der deutschen Veranstaltungswirtschaft als strategisches Querschnittsthema positioniert.[5]



2012** – Tollwood erhält Auszeichnungen für Nachhaltigkeit  

    Das Festival wird in Medien und Fachkreisen als Vorreiter für Bio‑Gastronomie, Abfallvermeidung und faire Beschaffung im Eventbereich dargestellt.[7][3]

2013–2015** – Massive Attack lassen Tour‑Emissionen wissenschaftlich bilanzieren  

    Die Band publiziert Ergebnisse und regt Debatten zu Flugreisen, Tourlogistik und nachhaltigem Touring an.[2]



22. **2015** – Paris‑Abkommen und Rezeption in der Kultur‑ und Eventbranche  

    Klimaneutralität und CO₂‑Reduktion werden zunehmend als Zielgrößen für Festivals, Venues und Tourneen diskutiert.[7][5]



2016–2018 – Ausbau von Nachhaltigkeitskonzepten bei deutschen Festivals  

    Viele große Festivals etablieren Nachhaltigkeitsverantwortliche, Umweltberichte und Kooperationen mit NGOs; Mobilitäts‑ und Müllkonzepte werden differenzierter.[6][3][7]

2018–2019 – Coldplay kündigen Touring‑Pause zugunsten nachhaltigerer Touren an  

    Die Band erklärt öffentlich, nur noch zu touren, wenn Emissionen deutlich reduziert werden können, und arbeitet an nachhaltigen Tour‑Konzepten.[4][2]



2019 – Billie Eilish & Greenpeace Klimavideo  

    In einem viel beachteten Video ruft Billie Eilish gemeinsam mit Woody Harrelson zum Klimaschutz auf und verknüpft dies mit ihren Touraktivitäten.[4][2]



2019 – „Fridays for Future“ erreicht Festival‑ und Konzertszene  

    Künstler, Veranstalter und Festivals beziehen Position, programmieren Podien, spenden Einnahmen und mobilisieren ihre Communities.[7]



2020 – COVID‑19‑Lockdown und Reflexion der Branche  

Stillstand großer Veranstaltungen führt zu Diskussionen über Resilienz, Geschäftsmodelle und Chance zur „grüneren“ Rückkehr; gleichzeitig steigt die 



28. **2020** – Veröffentlichung von Studien zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Veranstaltungswirtschaft in Deutschland  

    RIFEL‑Studie und andere Analysen stärken die politische Sichtbarkeit der Branche und öffnen Raum für Nachhaltigkeitsforderungen.[9]



29. **2021** – Leitfaden der Bundesregierung für nachhaltige Veranstaltungen  

    Offizieller Leitfaden konkretisiert Energie, Mobilität, Catering, Beschaffung und soziale Aspekte als Standards für nachhaltige Events.[10]



30. **2021–2022** – Brancheninitiativen zu Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz (FWD, IGVW u.a.)  

    Verbände bringen Papiere zur Stärkung von Kreislaufwirtschaft, CO₂‑Reduktion und nachhaltiger Beschaffung in der Veranstaltungswirtschaft ein.[11][12]



31. **2021–2023** – Billie‑Eilish‑Touren mit Plastikreduktion und „Eco‑Village“  

    Tourneen setzen auf weniger Einweg‑Plastik, Informationsstände zu Klima & Umwelt und teilweise CO₂‑Kompensationsprogramme.[13][4][2]

2021–2024 – Coldplays „Music of the Spheres“-Tour mit Nachhaltigkeitskonzept  

    Einsatz von erneuerbaren Energien, Tanzboden‑Energie, emissionsärmeren Transporten und detailliertem CO₂‑Reporting als prominentes Praxisbeispiel.[4][2]

2022 – Fachbeiträge zu „Klimaschutz in der Musikveranstaltungsbranche“ (z.B. MIZ)  

    Analysen beschreiben zentrale Emissionsquellen (insbesondere Mobilität) und empfehlen konkrete Maßnahmen für Veranstalter.[7]

2023–2024 – Forschungsarbeiten zu Nachhaltigkeitsmanagement von Musikfestivals in Deutschland  

    Dissertationen und Studien (z.B. Halle: „Nachhaltigkeitsmanagement von Musikfestivals in Deutschland“) systematisieren internationale Impulse und Best Practices.[6]

2024–2026 – Professionalisierung von Nachhaltigkeitsmanagement in Venues & Festivals  

Zunehmende Einführung von Nachhaltigkeitsbeauftragten, CO₂‑Bilanzierung, Orientierung an ISO‑Standards und Integration von ESG‑Anforderungen in die Veranstaltungswirtschaft

2026
Die Ärzte kündigen erste deutschsprachige Tournee in 2027 mit eigenem Nachhaltigkeitskonzept an.

Unsortierte Ereignisse

Film Inconvenient truth
Leonardo Di Caprio
Radiohead
Jack Johnson