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Die Bestandsaufnahme


Eine fundierte Bestandsaufnahme ist die Grundlage jeder wirksamen Nachhaltigkeitsentwicklung. Sie schafft ein klares Bild darüber, wo ein Veranstaltungsort heute tatsächlich steht, welche Strukturen, Maßnahmen und Daten bereits vorhanden sind und welche Lücken, Risiken oder Entwicklungspotenziale bestehen. Ohne diese systematische Einordnung bleibt Nachhaltigkeit häufig unklar, unscharf oder von Einzelmaßnahmen geprägt.

Sustainable Venue versteht die Bestandsaufnahme als strukturierte und ganzheitliche Erfassung aller wesentlichen Zusammenhänge, die für die nachhaltige Entwicklung eines Veranstaltungsortes relevant sind. Dazu gehören unter anderem Governance und Verantwortlichkeiten, Prozesse und Managementsysteme, Energie und Ressourcen, Beschaffung, Mobilität, Kommunikation, soziale Themen, Gebäude- und Betriebslogik, Datenlage, Kennzahlen sowie bestehende Maßnahmen, Standards und Nachweise.

Die Einordnung erfolgt nicht isoliert, sondern im Kontext relevanter Anforderungen und Rahmenwerke. Dazu zählen insbesondere die ISO 20121, aber auch je nach Ausgangslage und Zielsetzung weitere relevante Systeme und Vorgaben wie DGNB-Kriterien, VSME, CSRD, ESRS, DNK sowie weitere berichts- oder zertifizierungsrelevante Anforderungen. Auch die Frage nach der Anschlussfähigkeit an künftige Berichtspflichten oder Zertifizierungsprozesse wird dabei mitgedacht.

Ein wichtiger Bestandteil kann zudem die Betrachtung der vorhandenen Datenbasis für eine Klimabilanzierung sein. Dabei wird geprüft, welche Emissionsquellen relevant sind, welche Daten bereits vorliegen und wie eine belastbare CO₂-Bilanz als Teil der weiteren Nachhaltigkeitsarbeit aufgebaut oder verbessert werden kann.

Ziel der Bestandsaufnahme ist es, Komplexität in eine klare Struktur zu überführen, Prioritäten sichtbar zu machen und eine belastbare Grundlage für die nächsten Schritte zu schaffen – sei es für Strategie, Managementsystem, Maßnahmenplanung, Reporting, Zertifizierung oder operative Umsetzung.